Sonntag, 13. November 2005

Zen

Zen ist ein spiritueller Weg, der sich aus dem Buddhismus
in Verbindung mit dem chinesischen Taoismus herausgebildet hat.
Er will zu der Einsicht führen, daß alle Dinge, der gesamte Kosmos,
leer sind, d.h., daß nichts in oder aus sich besteht.

Alles ist mit allem verbunden und in stetiger Bewegung.
Deshalb gilt es, alles mit wacher Aufmerksamkeit wahrzunehmen,
aber nichts festzuhalten, an nichts zu haften,
Dinge wie Menschen sein zu lassen, wie sie sind.

Die Wesensnatur, der innerste Kern der Dinge und Wesen,
ist im Ursprung vollkommen und unverletzt.
Konditionierungen, ichhafte Bestrebungen, Gier, Haß und
Unwissenheit verstellen und verfälschen die ursprüngliche Natur.
Durch die Loslösungen von solchen Verfehlungen finden wir
in einem langen und zuweilen schmerzhaften Prozeß
zur wahren Selbsterkenntnis.
Das ist wie ein Heimkommen nach Hause,
ein Ankommen bei sich selbst.

Dieser Weg wird von einem Lehrer/Zenmeister begeleitet,
der die Beauftragung zu lehren von seinem Meister empfangen hat.
Heute gibt es auch Zenlehrerinnen.